Ausbaustufen beim Fertighaus – von wenig bis jede Menge Eigenleistung

Das Abenteuer Fertighaus birgt Herausforderungen und Überlegungen, über die du dir im Vorfeld klar sein solltest. Unterschiedliche Ausbaustufen beim Fertighaus helfen, Geld zu sparen, wenn du bereit bist, selbst mitanzupacken beim Hausbau.

Durch die Auswahl der Ausbaustufen bist du flexibel in puncto Hausplanung und Finanzierung. Vor allem, wenn du deine finanziellen Ressourcen beim Fertighaus bauen schonen möchtest oder einen handwerklich begabten Freundes- und Familienkreis hast, lohnt es sich, die einzelnen Stufen genauer zu hinterfragen. Schlüsselfertig bauen ist die einfachste, aber auch teuerste Möglichkeit. Vergiss jedoch nicht: Je günstiger du dein Haus bauen lässt, desto mehr Eigenkapital hast du und brauchst einen niedrigeren Kredit.

Ausbaustufe 1 – Selbst ist die Frau

Das ist der günstige Weg, ein Fertighaus zu bauen. Von außen wirkt das Haus fertig, innen sind allerdings Zeit, Erfahrung und körperlicher Einsatz gefragt. Zudem bedeutet diese Stufe auch, dass du selbst für den kompletten Innenausbau verantwortlich bist.

Von der Installation der Lüftungsanlage und der Heizung bis hin zu anderen handwerklichen Aufträgen, die noch gemacht werden müssen. Auch die Elektroinstallationen und der Estrich fehlen. Daher ist diese Ausbaustufe nur zu empfehlen, wenn du handwerkliche Erfahrung mitbringst und auch ausreichend Verstärkung. Der Sparfaktor ist hoch. Du entscheidest, wann du was machst und wie viel Geld versus Eigenleistung dir möglich ist.

Ausbaustufe 2 – Handwerkerprofis bitte melden!

In dieser Ausbaustufe sind gröbere Arbeiten wie die Haustechnik bereits erledigt. Trotzdem bleibt genügend Arbeit. Beim Fliesen der Bäder kannst du deine Geschicklichkeit hervorragend unter Beweis stellen. Außerdem musst du noch die Sanitärobjekte wie WC und Waschbecken eigenhändig montieren. Auch hier gibt es noch viel einzusparen, was du bei der Einrichtung später gut brauchen kannst.

Ausbaustufe 3 – ideal für engagierte Paare und Familien

Diese Stufe ist sicherlich sehr beliebt bei jungen Paaren und Familien. Alle Einbauten und Sanitäranlagen sowie die Haustechnik sind bereits erledigt. Jetzt gilt es, die Abschlussarbeiten für Boden und Wände zu machen. Nach der Auswahl der passenden Wandfarben geht es ans Streichen und Tapezieren der Wände, was man allerdings zeitlich nicht unterschätzen sollte.

Es ist ein bedeutender Unterschied, einen Raum zu streichen als ein Haus mit neuem Farbglanz zu schmücken. Abschließend musst du noch die Innentüren von deinem neuen Traumhaus einbauen. Außerdem warten Teppichverlegarbeiten auf dich.

Ausbaustufe 4 – schlüsselfertig und bezugsfertig

Schlüsselfertig ist die teuerste und einfachste Variante beim Fertighaus. Wer handwerklich völlig ungeschickt ist wie ich oder neben dem aufreibenden Job nicht die Zeit findet, die restliche Freizeit auf der Baustelle zu verbringen, verzichtet auf den Sparfaktor Geld und freut sich auf die Zeit, wo er nur noch die Möbel bestellen und einrichten muss.