Blumenkasten aus Holz selbst gebaut

Die Idee dahinter war, einen Blumenkasten zu haben, der zum Rest des Gartens passt und etwas hermacht. Da in unserem Garten viele Holz-Elemente zu finden sind (Gartenhaus, Bänke), die allesamt in dunklem Braun gestrichen sind (Palisander), sollte der neue Blumenkasten sich hier optisch einfügen. Zwar gab es einen solchen Holzkasten im Baumarkt zu kaufen, aber 50,- Euro pro Stück für ein bißchen Holz, das obendrein auch noch unbehandelt ist, erschien mir doch etwas zu viel. Einen Pflanz-Einsatz hätte man zusätzlich auch noch kaufen müssen!
Nach einer halben Nacht Grübelei stand der Plan, halbwegs zumindest. Im Schuppen standen noch zwei große Kunststoff-Blumenkästen, die zwar qualitativ hochwertig, aber optisch kein Brüller sind. Diese beiden Kästen sollten jeweils einen schicken Holzrahmen bekommen und - da sie nicht nur groß, sondern im befüllten Zustand auch entsprechend schwer sind - rollbar sein.
Schritt 1: Ausmessen der zu verkleidenden Kunststoff-Blumenkästen
Die Maße schrieb ich mir auf und fuhr in den Baumarkt.
Schritt 2: Alles Notwendige kaufen
Zugegebenermaßen ist mir das nicht gleich gelungen, aber das spielt
hier ja keine Rolle. ;o)
Zuerst ging es daran, das Holz auszuwählen. Ich habe mich erst einmal
für einfache Dachlatten entschieden, aber es gibt natürlich
auch noch besseres und hochwertigeres Holz. Der Gedanke hinter der Entscheidung
für die Dachlatten war simpel: Dachlatten sind billig, und wenn es
schief geht, habe ich nicht zu viel Geld in den Sand gesetzt. Mit den
Maßen der Blumenkästen konnte ich ausrechnen, wieviele Dachlatten
ich insgesamt brauche, um eine Konstruktion zu bauen, die zu allen Seiten
ein wenig Luft lässt, damit man den Blumenkasten wieder herausheben
kann (wenn man stark genug ist, einen großen befüllten Blumenkasten
hochzuheben).
Weiteres Arbeitsmaterial
- Verbindungsstücke (um die Holzleisten miteinander zu verbinden)
- kleine Winkel (pro Kasten 8 Stück für den jeweils unteren und oberen Bereich)
- große Winkel (pro Kasten 4 Stück, um die Rollbretter zu befestigen)
- Holz-Rollbretter (pro Kasten 2 Stück)
- kurze Schrauben (etliche - zur Befestigung der Winkel und der Verbinder. Sie müssen etwas kürzer sein als das Holz stark ist, damit sie nicht am anderen Ende herausschauen)
- lange Nägel
- Holzlasur
Notwendiges Werkzeug
- Pinsel
- Akkuschrauber
- Stichsäge
- Hammer
Schritt 3: Holzlatten zurechtschneiden
Ich hatte errechnet, dass ich pro Seite sieben Dachlatten übereinander
befestigen muss. Pro Kasten also jeweils zwei mal sieben lange Stücke
und zwei Mal sieben kurze Stücke.
Schritt 4: Holz lasieren
Nachdem ich alle Latten zurechtgesägt hatte, bekamen sie und die
Rollbretter einen Anstrich mit Holzlasur. Da Dachlatten sehr hell sind
und meine gewählte Palisander-Lasur sehr dunkel, war eine zweite
Lasur notwendig, damit die Farbe richtig deckt. Grundsätzlich ist
aber auch so eine zweite Lasur sinnvoll.

Schritt 5: Holzlatten verbinden
Mit den Verbindungsstücken schaffte ich einen ersten Zusammenhalt
zwischen den einzelnen Holzlatten.

Immer sieben zusammen, bis ich insgesamt vier kleinere und vier größere "Holzplatten" hatte - für zwei Blumenkasten-Rahmen eben. Diese habe ich dann mit den kleinen Winkeln zur geplanten Rahmenform miteinander verbunden.

Da das alles noch ein wenig wackelig war, kamen nun die großen Nägel zum Einsatz: Jede Latte habe ich mit den Nägeln mit der im Winkel anliegenden Nachbarlatte verbunden.

Schritt 6: Rollbretter befestigen
Die fertigen Rechteck-Kästen habe ich auf Dachlatten-Reststücke
gestellt; so hatten sie die gleich die Höhe, in der sie auf den Rollbrettern
aufliegen sollten. Die Rollbretter stellte ich nebeneinander in die Kästen
hinein und legte die großen Winkel auf. Sobald alles richtig platziert
war, bekamen Holzrahmen und Rollbretter ihre endgültige Verbindung,
indem ich die Winkel festschraubte.
Leider kann ich diese Innenansicht zur Zeit nicht fotografieren. Es hat
geregnet, die Erde ist vollgesogen, und ich habe offenbar nicht genug
gefrühstückt, um die Blumenkästen aus dem Rahmen zu heben.
;) So sieht's jedenfalls von außen aus (jaja, dreckig, ich weiß):

Fazit: Viel Arbeit, die aber großen Spaß gemacht hat
und ein ganz passables Ergebnis gebracht hat.
Vorteile: viel Geld gespart, Rahmen auf Maß und genau zum Rest des
Gartens passend
Nachteile: kostet viel Zeit, Haltbarkeit ist noch nicht erprobt

